Der folgende Artikel wurde im Rahmen einer Deutsch-Schulaufgabe von unserem Blogger Vivian Gross verfasst und mit seinem Einverständnis inkl. kleiner Veränderungen hier veröffentlicht.

Vor allem jetzt, wo die Ampel-Koalition kurz vor der Türe steht, stellt sich en großes Fragezeichen vor dem Thema Cannabis. Die Parteien SPD, Grüne und FDP sind sich einig: Cannabis muss und wird legalisiert werden, jedoch fehlt dem Staat noch immer noch das “know-how”. Nicht nur die Parteien sind dauerhaft auf der Suche nach Lösungen für Cannabis oder gar nach Gründen, sondern auch das Volk ist zerstritten. Somit stellt sich die Frage, welche Gründe eine Legalisierung von Cannabis hat und wichtiger, welche Probleme mit dieser entstehen können. Diese Fragen möchte ich in den kommenden Absätzen tiefgründiger erörtern.

Wirkstoff THC hat großes Suchtpotenzial

Cannabis ist nicht harmlos, dies wird oft vergessen in Bezug auf Alkohol oder gar Heroin. Viele Bürger glauben an eine Art Welle an “Cannabis-Süchtigen”. Cannabis ist und bleibt eine Droge, auch nach der Legalisierung. Was Drogen zu Drogen macht, sind ihre suchtfähigen Stoffe, im Fall von Cannabis ist dies der Stoff THC. Obwohl Cannabis weniger Suchtpotenzial aufweist als z.B. Nicotin, bleibt es in er Lage, vor allem psychisch abhängig zu machen. Cannabis sorgt für Entspannung und eine Art sorgenfreies Gefühl. Dies macht Cannabis vor allem auf einer psychischen Ebene gefährlich. Denn Menschen, die Stress, Depression oder soziale Probleme haben, sind anfällig für die Droge und werden nicht selten süchtig danach. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Fakt, dass es mittlerweile schon 1,8 Millionen Alkoholabhängige gibt oder dass ein Drittel des Volkes schon öfters zu einer Zigarette greift. Wieso sollte man dann Cannabis legalisieren, wenn es genauso gefährlich werden könnte wie andere gesellschaftliche Drogen?

Cannabis als Einstiegsdroge

Allerdings hat Cannabis noch mehr als nur mit Alkohol und Zigaretten zu tun, oftmals soll es den Weg zu einem “härteren” Mittel sein, den Cannabis den Weg bereitet. Viele “Cannabis-Profis” nehmen mittlerweile härtere Drogen, seit dem sie mit Cannabis angefangen haben. Laut zdf.de konsumieren auch viele Opiode zu Cannabis. Oftmals haben Dealer auch mehr und vor allem giftigere Stoffe wie Heroin, Kokain oder Ecstasy im Angebot, welche äußerst mehr Suchtpotenzial besitzen. Das beste Beispiel hierfür sind Opiode. Wer sagt, dass nach Opioden, Heroin oder Kokain nicht folgen können?

Jugendliche besonders betroffen

Es sei auch angemerkt, dass nicht nur Erwachsene sondern auch Jugendliche von Sucht, Drogen und somit gesundheitlichen Schäden betroffen sein können. Wenn man als Kind aufwächst, spielt das Umfeld eine große Rolle. Dies führt auch zur Annahme, dass Cannabis-Konsum in Pubs, Bars und auf Straßen dazu führen könnte, dass Jugendliche mit einem Bild im Kopf aufwachsen, welches Cannabis normalisiert. Die Kinder von heute wachsen mit gesellschaftlichen Drogen wie Alkohol oder Nicotin auf. Oftmals kommt es vor, dass diese öfters von Jugendlichen in jungem Alter eingenommen werden, weil dies schließlich zum Stadtleben, Coolsein oder Partys unbedingt dazu gehöre. Gemischt mit dem Argument, dass Cannabis zu härteren Drogen führen könnte, beschwört es ein unschönes Gefühl. Cannabis könnte in der Zukunft der Grund sein, wieso Jugendliche immer mehr Drogen konsumieren. Statistiken zeigen, dass Jugendliche schon im Durchschnittsalter von ca 16,7 Jahren ein erstes Mal Bekanntschaft mit Cannabis machen. Wenn diese Zahl durch die Legalisierung z.B. auf 14 gesenkt würde, könnte dies massive gesundheitliche sowie gesellschaftliche Probleme erzeugen.

Illegales Dealen könnte bald der Vergangenheit angehören (Symbolbild: Walser)

Cannabis-Verbot bindet wertvolle Polizeiressourcen

Allerdings ist Cannabis auch eine Chance, Fehler wieder gutzumachen und dem Staat mehr Mittel zur Verfügung zu geben. Cannabis beschäftigt qualifizierte Beamte, welche in der Zeit für wichtigere Probleme eine Lösung hätten finden können. Rund 25 bis 30 Mitarbeiter müssen in großen Polizeiwachen unnötigen und oft unlösbaren Cannabis-Aufgaben hinterhergehen. Dies bestätigt auch Ex-Polizeipräsident Wimber. Das Problem liegt auf der Hand: Hunderte, wenn nicht tausende Beamte jagen Cannabis-Kriminelle und das ohne Erfolg. Ein Beamter, der eine Vergewaltigung, einen Diebstahl oder eine Körperverletzung aufklären könnte, muss stattdessen schauen, ob irgendein “Normalbürger” irgendwann Gras besessen hat. Beamte, die hier verhindert sind bezahltes, jedoch unnötiges Personal. Dazu kommt, dass ein Großteil der Dealer und kriminellen Kreise, die sich um Gras drehen, auflösen würden.

Cannabis ist ein “gutes Geschäft”

Wo gerade Geld Thema ist: Man vergisst oft, dass Cannabis auch ein riesiges Geschäft ist – man muss nur in die USA blicken. Ein paar der Staaten in Amerika haben Cannabis bereits legalisiert und nicht nur Geld gespart, sondern auch eingenommen. Ein Markt ist die Grundlage eines guten und vor allem sicheren Prozesses, welcher Gras erst die Chance bietet, legalisiert zu werden. Es kommt kein Weg an einem offenen Cannabismarkt vorbei und dann gewinnt man auch noch Geld. Wieso also zögern? Der Staat ist sich nicht sicher und ein Markt aus dem nichts auferstehen zu lassen ist schwer. Die Käufer aber, die gibt es. Die USA machen es vor. Zwischen 40 und 20 Milliarden Euro haben die USA mit dem Cannabis-Verkauf umgesetzt. Für das Jahr 2020 wird dieser Betrag bereits auf 100 Milliarden geschätzt. Ein globaler Markt ließe höhere Zahlen erwarten und Deutschland könnte diesmal in der ersten Reihe mitspielen.

Cannabis ist die “leichtere” Droge

Droge hin oder her – eines kann man Cannabis nicht abreden – es ist gesünder als andere Drogen. Während Rauchen mehrere gesundheitliche Probleme erzeugt oder z.B. mehrere tausend Menschen jährlich in Deutschland an Alkohol oder dessen Folgen starben. Cannabis ist dagegen fast harmlos. Es ist gesünder bei Lunge, Herz und Arterien. Das liegt daran, dass Cannabis nicht physisch abhängig macht und dadurch auch den Körper beeinflusst wie z.B. Alkohol, sondern einen leichteren psychischen Suchtweg hat. Wenn man also ein Auswahl hätte zwischen Alkohol und legalem, frischem und vor allem reinen Cannabis, wie dann trinken? Klar kann man jahrelang Alkohol zu sich nehmen, aber man muss dann auch mit den Konsequenzen rechnen. Währenddessen zieht man einmal kräftig und hat ein paar Stunden Entspannung. Tatsächlich ist Cannabis auch in der Medizin notwendig. Mit strengen Auflagen dürfen Patienten medizinisches Marihuana zu sich nehmen.

Wie eine bessere Drogenpolitik aussehen könnte

Egal ob Sucht oder Segen – Cannabis zeigt durchaus Vorteile in Wirtschaft, Medizin und Rechtssystem. Auf Deutschland und vor allem die Politik wartet ein großes, jedoch hoffnungsvolles Projekt. Ob der deutsche Staat diesen langen Weg schafft, steht in den Sternen. Abgesehen davon ist aber sicher, dass Cannabis mit gutem Beispiel vorangeht und uns zeigt, wie eine bessere und eine freie Drogenpolitik aussehen könnte. Die Chance zu besserer Politik in Sachen Drogen besteht weiterhin, bis dahin sollte vor allem Aufklärung und Empathie mit Drogensüchtigen oberste Priorität genießen.

(Vivian Gross / Fotos: Simon Walser)

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