Mit der Vorstellung des Wolpertingers startet eine neue Serie auf unserem Blog: #dahoam. In dieser Reihe stellen wir unsere bayrische Heimat, unsere Traditionen und (vermeintliche) Bräuche vor.

Der Woipadinga (Wolpertinger) ist ein bayrisches Fabelwesen, das in den Wäldern der bayrischen Alpen leben soll. Die Mythologie zeigt ein Wesen, welches eine Mischung aus mehreren Tieren des heimischen Waldes darstellt. Die meisten Abbildungen zeigen ein Wesen mit Hasenkopf und Rehgeweih, allerdings sind der Kreatvität keine Grenzen gesetzt.

Model eines Wolpertingers – fotografiert von unserem Autor in Garmisch-Partenkirchen

Diese Tiere entstanden der Ursprungslegende nach bei einer Paarung von verschiedenen Wildtieren. Jedoch lässt sich davon ausgehen, dass ein solches Tier nicht in Wirklichkeit existiert. Dies liegt daran, dass ein solches Wesen noch nie lebend gesehen oder gefangen wurde. Doch ein echter Bayer lässt sich nicht davon abbringen und glaubt fest an die Existenz des Wolpertingers. In Mittenwald, also genau in unserem Landkreis, gibt es sogar ein eigenes “Wolpertinger-Museum”. Aufgrund der Pandemie ist es geschlossen. Wir hätten so gerne für diesen Artikel recherchiert. Aber zurück zur Frage, ob der Wolpertinger existiert: Der ein oder andere behauptet sogar, ihn gesehen oder gefangen zu haben. Die Legende hat schon zu dem ein oder anderen lustigen Youtube-Video geführt. Experten gehen davon aus, dass es sich nur um eine scherzhafte Idee eines Tierpräparators handelte, der mehrere Tierbestandteile zu einem Tier verwandelt hat. Trotz allem wird die Geschichte in unserer Heimat von Generation zu Generation weitererzählt.

Auch bei Touristen ist das Wesen sehr beliebt. Viele Souvenirläden in unserer Region führen in ihrem Sortiment vielfältige Mitbringsel, die mit dem Fabelwesen in Verbindung stehen. Gibt es jetzt den Wolpertinger oder nicht? Wir sind uns nach dieser kurzen Recherche gar nicht mehr ganz so sicher. Wie ihr einen Wolpertinger fangen könnt, zeigt natürlich Folge 16 von “Dahoam in Bayern”:

Äußerst interessant zum Thema ist auch ein Link auf den Online-Auftritt der Zeitschrift Geolino.

(Florian Gilg)

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