„Club der Besten“. Vor vier Jahren, als der Blog im Blauen Land als erste Online-Schülerzeitung der Region an der Realschule im Blauen Land startete, war die Mitgliedschaft in diesem ehrwürdigen Kreis der besten Schülerzeitungen Bayerns nur ein sehnsüchtiger Wunsch. Eine Online-Kategorie gab es noch gar nicht richtig. Bis 2019 konnte man als digitale Ausgabe bei den Blattmachern ausgezeichnet werden – kein Podium, keine Rangliste, keine offizielle Aufnahme in den „Club der Besten“. Dass der Blog im Blauen Land dann bei der Premiere 2020 gleich Platz 1 einnimmt, kann unserem Blogteam auf ewig keiner mehr nehmen. So ein erster Platz bringt aber nicht nur Auszeichnung, Stolz und Respekt mit sich, sondern auch Verantwortung. Verantwortung, Vorbild für viele andere Redaktionen zu sein, sich stetig zu verbessern und vor allem fortzubilden.

Jedes Siegerteam aus dem „Club der Besten“ bekommt als Belohnung von den Veranstaltern einen Workshop seiner Wahl finanziert und organisiert. Ziel: Noch professioneller zu arbeiten, noch besser zu werden. In Abstimmung mit der Bayerischen Akademie der Presse entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, den Schwerpunkt der Workshop-Fortbildung auf das Thema Podcast zu legen. Ein Medienformat, das vor allem in der Corona-Krise einen unheimlichen Boom erfuhr und für das bis heute ein Alleinstellungsmerkmal für unseren Schülerblog in ganz Bayern darstellt.

Das sah so auch Barbara Weidmann-Lainer. Die studierte Politologin war mehrere Jahre in leitender Position eines medialen TV-Senders, gilt als eine der ersten Videojournalistinnen Deutschlands und ist seit 15 Jahren als Trainerin, Dozentin und Speakerin im In- und Ausland unterwegs. Sie hatte die Aufgabe, für unser Blogteam den Workshop zum Thema Podcast zu organisieren. „Ich habe im Vorfeld versucht, vergleichbare Podcastformate von Schülern aus Bayern zu finden und muss gestehen: Ich bin nicht fündig geworden.“ Mit diesen fast ehrfürchtigen Worten eröffnete Frau Weidmann den Workshop, der aufgrund der Pandemie-Situation über zwei Vormittage ausschließlich online stattfand. Auch für die erfahrene Medienexpertin war es eine Premiere. Noch nie hatte sie bis dato mit SchülerInnen zu tun. Entsprechend intensiv gestaltete sich der Austausch im Vorfeld mit Betreuungslehrer Hannes Bräu, der sie beim Programm beriet und am Ende natürlich selbst teilnahm.

Das offizielle Logo unseres Podcasts “Hörsturz” Foto: Screenshot

Die Inhalte des Workshops gestalteten sich sehr praxisnah. Nicht nur bekamen die SchülerInnen eine erweiterte Einführung in das Audiobearbeitungsprogramm Audacity. Auf der Tagesordnung standen unter anderem noch wertvolle Tipps und Tricks zur Aufnahme von Audios mittels Smartphone oder Mikrofon, zum Einsatz der eigenen Stimme und der Gestaltung von unterschiedlichen Podcastformaten. Als äußerst nützlich stellte sich vor allem eine Anleitung für das Führen und Aufnehmen von Interviews über die Videokonferenz heraus. Als Praxishausaufgabe hatten die Schüler am Nachmittag des ersten Tages die Aufgabe, anhand dieser Tipps ein neues Intro für den Podcast „Hörsturz“ zu erstellen. Dabei kamen die Blogger zu sehr unterschiedlichen und interessanten Lösung. Sicher ist jetzt schon: Der Workshop brachte uns ein neues Intro und neuen Input für die kommenden Podcastfolgen.

Wann genau die nächste Folge von „Hörsturz“ aufgenommen und veröffentlich wird, steht derweil noch in den Sternen. Die Pandemie hat das Schulleben praktisch zum Erliegen gebracht. Treffen mit anderen, Stimmen einfangen, „live“ dabei zu sein, alles, was aktuell unseren Podcast auszeichnet, ist derzeit einfach schwer möglich. Sollte es im Sommer oder Herbst wieder zu einer Normalisierung des Alltags kommen, stehen wir auf alle Fälle in den Startlöchern. Bis dahin bleibt euch da draußen und auch uns nichts anderes übrig, als die bisherigen 18 preisgekrönten Folgen der vergangenen 4 Jahre auf www.blogimblauenland.de vielleicht mit etwas Wehmut aber der Lust auf mehr anzuhören und zu genießen.

Dieser Text erscheint in dieser Version im offiziellen Jahresbericht der Realschule Murnau Ende des Schuljahres 2020/21.

(Hannes Bräu)

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