Nach vier Jahren Trump wird es Zeit für einen neuen Präsidenten in den Vereinigten Staaten von Amerika. Und diese Aufgabe ist nicht leicht, da es sehr sehr viele Fehler zu beheben gibt. Trump könnte, soweit er 2024 nicht antritt, als einer der schwächsten Präsidenten in die Geschichte dieses Landes eingehen.

Biden selbst sagt, dass, wenn Trump acht Jahre Präsident geworden wäre, hätte das Amerika endgültig verändert. Viele Experten und auch ich sind sich sicher, dass Biden da gar nicht so unrecht hat. Die Spaltung des Landes konnte man schon beim Sturm auf das Kapitol beobachten. Amerika ist ein zweitgeiltes Land. Obwohl Erwartungen an Biden sehr hoch sind, da er einiges zu tun hat, lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen und es gelingt ihm schon nach einem einzigen Tag, einige Dinge, die in den vergangenen Jahren schief gelaufen sind, wieder gerade zu rücken. Die Welt atmet auf.

Bidens Erlässe an seinem ersten Tag im Überblick:

  • Gleichberechtigung für Menschen aller Herkunft
  • Unterstützung für bisher zu wenig unterstützte Teile der Gesellschaft
  • Einreiseverbot für Bürger aus muslimischen Ländern aufgehoben.
  • Maskenpflicht tritt wieder in Kraft.
  • USA tritt wieder dem Pariser Klimaabkommen bei.
  • Verbindung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird wieder aufgenommen.
  • Nationaler Notstand im Hinblick auf die Grenze zu Mexiko aufgehoben.
  • Diskriminierung auf Basis von sexualer Orientierung wird verboten.
  • Baugenehmigung für umstrittene Keystone-Öl-Pipeline zurückgenommen.
  • Einwanderer sollen es einfacher haben, die US-amerikanische Staatsbürgerschaft zu erhalten.

Hoffnung auf bessere Zeiten

Insgesamt hat Biden an seinem ersten Arbeitstag 17 Durchführungsverordnungen unterzeichnet. Auch das macht den Präsidenten der USA zu einem der mächtigsten Politiker der Welt. Muss es schnell gehen, kann er Verordnungen erlassen. Der mühsame Weg eines Gesetzes bleibt ihm vorerst erspart. Aber nicht nur seine Arbeit macht er gut. Viele Leute in und um das Weiße Haus berichten, wie sich die Atmosphäre deutlich spürbar verbessert bzw. gelockert hat. Ganz Amerika kann wieder aufatmen. Auch da viele Leute befürchtet hatten, dass der Übergang nicht reibungslos verläuft. Leichtigkeit, Hoffnung und Wechsel sind nach dem Wechsel wohl die am öftesten genannten Worte.

Zusammenstehen oder untergehen

Biden selbst bringt sein eigenes Team mit und kümmert sich um das Weiße Haus. Er geht zu vielen Mitarbeitern, begrüßt sie persönlich aber verdeutlicht auch, dass alle höflich und wertschätzend miteinander umzugehen haben. Wird das nicht eingehalten, folgt die Kündigung. Besonders freuen wird sich Amerikas Außen- und Sicherheitspolitik, da sie endlich wieder einen Präsidenten hat, mit dem sie alle Themen vernünftig besprechen können, da Trump sogar uns Europäer als Gegner gesehen hat. Die westliche Welt muss zusammenhalten, will sie vor allem vom Osten in den kommenden Jahrzehnten nicht gänzlich abgehängt werden. Mit Joe Biden hat man nun die Chance, in den kommenden vier Jahren wieder Boden gut zu machen. Hoffen wir das Beste.

(Lukas Leimböck, www.worldphotographie.de / Karikatur: Lorenz Wunder)

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