von Magdalena Fischer

In der ersten Woche nach den Faschingsferien besuchte Herr Öttl die Realschule im Blauen Land. Er ist von der Polizei in Murnau und lehrt die Schüler sinnvolle Dinge in Sachen Gewalt, Mobbing, Diebstahl, Sachbeschädigung, Handy, Smartphone, Internet, Drogen und Waffen. Es wurden immer Spiele gemacht, bei denen man die Situation darstellte. Die Schüler durften die Rollen des Opfers, Zeugen oder Zuschauer spielen. Danach wurden die Rollen befragt. Als Erstes kam das Opfer, die Zeugen und letzendlich durften auch die Zuschauer ihre Meinung zur Situation äußern. Kurz darauf hatte man die Situation besprochen und Lösungen gesucht, z. B. was man gegen Mobbing tun kann.

Pack ma´s ist entstanden aus dem Präventionskonzept der Müncher Polizei, das es seit 2001 gibt. Das Projekt ist sehr erfolgreich. Die Wirksamkeit wurde von der Ludwigs-Maximilian-Universität 2011 nachgewiesen. Dies soll ein friedliches Miteinanderleben bewirken, wobei herkömmliche Kursangebote, Selbstverteidigungskurse und Selbstbehauptungskurse nur wenig Wirkung zeigen. Pack ma´s hingegen möchte bewirken, dass die Schüler auf Situationen im Leben vorbereitet sind und sie diese gewaltfrei lösen können.

Herr Öttl (39), Kursleiter an der RS Murnau, ist durch Mitschüler zu seinem heutigen Job gekommen. Dies macht er gerne und schon seit fünf Jahren. Als Kind wollte er noch Bauarbeiter oder Zimmerer werden. Als Polizist macht Herr Öttl Streifendienst, Jugendschutzkontrollen und hilft seinen Kollegen bei besonderen Einsätzen. Das Projekt Pack ma´s macht hier in der Umgebung nur Herr Öttl. Am meisten gefallen ihm die Rollenspiele. Positive Sachen sind Motivation, Interesse und Infos. Seine vier Gründe, diesen Job zu machen: Aufklärung, Spaß, Infos und Interesse der Schüler. Ihm macht es viel Spaß, mit Kindern/Jugendlichen zu arbeiten.

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