Auch Corona kann uns nicht stoppen. Noch sind alle Schüler im Präsenzunterricht, die Schulen offen, der Unterrichtsalltag mit Maske und Hygienevorschriften zwar beschwerlich aber sicherlich erträglich. Wir von blogimblauenland.de haben die wertvolle Zeit hier zusammen im Schulgebäude genutzt für die dritte große Umfrage 2020. Diesmal im Fokus: die komplette 5. Jahrgangsstufe an der Realschule im Blauen Land. Sicherlich ein besonderer Jahrgang, der unsere Schule ohne Maske und Einschränkungen gar nicht kennt. Allgemein wollten wir wissen, wie es den Schülerinnen und Schülern in den ersten Wochen und Monaten erging. Die Fragen decken dabei einen großen Teil des Alltags- und Schullebens ab. Während es im ersten Teil vor allem um Corona und Schule ging, geht es im zweiten Teil um Noten, Freizeitverhalten und Medien. Anbei könnt ihr den Fragebogen einsehen. Insgesamt wurden 71 SchülerInnen befragt.

Die große Analyse – Teil 2

Frage 6: Alles gechillt!

Grafik zum Thema Notendruck

Anfang des Monats beklagten vor allem Elternverbände, dass die Situation an den Schulen während der Coronazeit für die SchülerInnen nicht mehr auszuhalten sei. Von einer “Notenjagd” sei die Rede gewesen und die Lehrer würden viel zu viele Prüfungen in kurzen Zeiträumen ansetzen, um möglichst viele Noten vor einem nächsten Shutdown zu haben. Zumindest unsere 5. Jahrgangsstufe empfindet überwiegend keinen Notendruck. Mehr als die Hälfte ist “gechillt” oder verspürt keinen Druck. Auf der anderen Seite darf man aber auch nicht die 20 % aus den Augen lassen, die den Notendruck spüren. Wir meinen aber: Für das erste Jahr an einer weiterführenden Schule ist ein wenig Druck nie schlecht, solange er nicht die Leistungen schmälert.

Frage 7: Kontaktbeschränkungen nicht ohne Auswirkungen

Grafik zur Belastung durch Kontaktbeschränkungen

Anders sieht es bei den Kontaktbeschränkungen aus. Ein Drittel der SchülerInnen belasten sie. Zur Erinnerung: Im Lockdown dürfen nur zwei Kinder/Jugendliche aus verschiedenen Haushalten offiziell ihre Freizeit verbringen, was viele zurecht als große Einschränkung empfinden. Trotzdem sieht die Mehrheit trotzdem keine große Belastung. Die modernen Medien werden wohl ihren Teil dazu beitragen: Kommunikation ist heutzutage auch mit Distanz möglich und trotzdem fehlt etwas, der direkte Kontakt, der Freundschaften ausmacht. Durchalten, muss die Parole heißen.

Frage 8: Ja, wir haben (fast) alle ein Smartphone.

Grafik: Klare Angelegenheit – ein Smartphone hat fast jeder.

Schlechte Nachricht für alle Eltern, die ihre Kinder so lange wie möglich vom Smartphone fernhalten wollen: Die große Mehrheit in der Klasse wird eines haben. Ob mit oder ohne Internetanschluss wissen wir zwar nicht, aber immerhin ist eines vorhanden. D.h. auch, dass das Smartphone durchaus in den Unterricht eingebaut werden kann und die Devise “Bring your own device” Sinn macht. Ein Handy hat zumindest schon (fast) jeder.

Frage 9: Während der Kontaktbeschränkungen habe ich weniger Sport getrieben bzw. mich weniger bewegt.

Vor allem von Sportvereinen wird derzeit die Gefahr gesehen, dass sich die Kinder und Jugendlichen im Lockdown weniger bewegen, zu Stubenhockern werden und die Bundesregierung ruft in ihren offiziellen Spots sogar noch dazu auf, “nicht zu tun” oder eben seine Zeit alleine vor dem Bildschirm zu verbringen. Ob man jetzt aufatmen kann, weil in unserer Umfrage mehr als die Hälfte, ihrem Bewegungsdrang nachgegeben und sich bewegt haben, ist nicht sicher. Wir wissen leider nicht, wie viel sich die Kinder sonst ihrer Freizeit bewegen. Hier müsste man schon noch genauer nachfragen und eine eigene Umfrage erstellen.

Was sonst noch zu sagen ist…

Natürlich hatten die 5. Klässler noch die Chance ganz am Ende des Fragebogens einen Kommentar/Gedanken zur Realschule im Blauen Land abzugeben. Das “Best of” wollen wir euch natürlich nicht vorbehalten:

“Sie ist super. Die Lehrer sind nett. Der Unterricht ist toll. Ich lerne viel in der Schule und bin froh hier zu sein.”

“Ich fühle mich wohl hier und habe neue Freunde gefunden.”

“Die Realschule gefällt mir sehr gut. Man kann viel machen und es gibt tolle Wahlfächer.”

“Ich finde alles okay, aber der Pausenhof ist etwas langweilig.”

“Es ist einfach perfekt, dass wir eine Mensa haben. Der Pausenhof ist zwar groß, aber außer der Kletterwand gibt es nichts, wo man richtig spielen kann.”

“Der Pausenhof ist grau. Mehr Grün täte gut.”

“Ich mag Frau Hartmanns Hund Jamie gerne.”

“Ich habe vor den großen Schülern ein wenig Angst.”

“Ich finde die Realschule schön. Die Lehrer machen halt manchmal etwas Druck, aber es nicht so schlimm.”

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