Nun ist es leider wieder so weit. Bereits vor Weihnachten war es absehbar. Nach den Ferien werden die Schulen nicht wie gewohnt öffnen können. Die Infektionszahlen des Coronavirus waren bereits im alten Jahr so hoch wie nie zu vor. Die Verantwortlichen mussten handeln, das Resultat war ein zweiter harter Lockdown der auch die Schulen betraf. Bereits in der Woche vor den Ferien musste der Unterricht weg von der Realität hin zur Virtualität verlegt werden. Zu diesem Anlass hatten wir bereits einen Artikel verfasst und feststellen müssen, dass mebis nicht so funktioniert hat, wie dies in der Theorie erwünscht war.

Artikel vom 21.12.2020

Die Entwickler versprachen, die Ferien zur Verbesserung der Plattform zu nutzen. Doch hielten sie ihr Wort? Am 11. Januar startete der Distanzunterricht wieder. Alle Augen waren auf die Lernplattform gerichtet und sie funktionierte. Die Webdesigner haben es nun geschafft, dass der Unterricht über mebis reibungslos funktioniert. Jedoch stellte sich nun eine neue Herausforderung dem “Homeschooling” in den Weg: der Schulmanager. Leider konnte es auch dieses Mal nicht sofort funktionieren, wie geplant. Bereits am ersten Tag war es schlicht weg nicht möglich, die Seite des unabhängigen Unternehmens zu nutzen. Auch das Videokonferenzprogramm “BigBlueButton” stieß an seine Grenzen. Die Betreuer der Seite kündigten per E-Mail an, die Probleme zu überarbeiten. Dies gelang dann auch und somit ist der Schulmanager seit eineinhalb Wochen wieder einwandfrei verfügbar.

Jeder hat seine eigene Lösung: So läuft Distanzunterricht ab.

Vorneweg: Es gibt so viele unterschiedliche Lösungen, den Distanzunterricht zu absolvieren. So ziemlich jede Schule im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat ein eigenes Konzept. Auffällig ist aber: Nur ganz wenige Schulen bieten wirklich alle Fächer im Distanzunterricht täglich an. Viele beschränken sich auf “Distanzlernen” und wenige Videokonferenzen in der Woche (Quelle: Münchner Merkur).
Unsere Schule gehört zu denen, die das volle Programm anbieten. Die Schulleitung hat vorgesehen, dass die Lehrkräfte in allen Jahrgangsstufen den neuen Stoff vor allem über das Videokonferenzprogramm “BigBlueButton” nach Stundenplan vermittelt. Es ist jedoch nicht verpflichtend, die 45 Minuten Schulstunde voll zu füllen. Um an den Videokonferenzen teilzunehmen, ist es logischerweise Pflicht, ein funktionierendes Mikro zu besitzen, um sich am Unterricht beteiligen zu können. Ebenfalls ist es erwünscht, mit Webcam teilzunehmen (Nicht verpflichtend). Dies wird im Elternbrief folgendermaßen begründet:

(…) Noch einmal will ich dringend darum bitten, mindestens mit Mikro, besser noch mit Kamerateilzunehmen. Es ist für uns Lehrer schlicht frustrierend einen Unterricht ohne einen Blick in Schülergesichter durchzuführen. Es ist auch unfair, dass wir uns schon präsentieren, in manchen Unterrichten aber kein einziger Schüler seine Kamera einschaltet. So macht das auch überhaupt keinen Spaß. (…)

Ausschnitt aus dem Elternbrief vom 15.01.2021

Unterrichtsfeeling? Datenschutz ist dagegen!

Wie im Elternbrief erwähnt, ist die Kameranutzung erwünscht aber nicht Pflicht, dies kann aufgrund des Datenschutzes nicht verlangt werden. Auch ist es in der Realität nicht immer möglich, da einige Schüler nicht über die benötigte Hardware (Webcam) verfügen. Manchmal kommt es leider vor, dass es zu Beginn des Unterrichts zu längeren (4 – 5 Minuten) “Motivationsreden” der Lehrkräfte kommt, die Kamera einzuschalten. Der ein oder andere hat sogar angekündigt, die Bewertung der schulischen Leistung im Distanzunterricht davon abhängig zu machen. Verständlich sicherlich: Woher soll ich wissen, wer wirklich hinter dem Mikro sitzt oder ob er überhaupt wirklich dabei ist. Jedoch sollte man sich immer vor Augen führen, dass das Ziel des Distanzunterrichts das Vermitteln neuen Stoffs ist. Ebenfalls sollte man im Hinterkopf behalten, dass diese Situation eben eine Ausnahme ist und wir alle damit umgehen müssen, Abstriche zu machen und man sich nun auf das Wesentliche konzentrieren muss.

Im Großen und Ganzen verlief die erste Woche des Distanzunterrichts gut. Was vor einem Jahr noch undenkbar war, ist jetzt Realität: Home-Schooling. Vielleicht etwas für die Zukunft? Vielleicht

(Bild: Lorenz Wunder, Text: Florian Gilg)

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