Das Jahr 2020 brachte viele Veränderungen mit sich. Plötzlich, Anfang März, mussten Schulen, Kindergärten, Gastronomie, Freizeitparks und vieles mehr schließen. In der Fußball-Bundesliga wurden die ersten Geisterspiele bestritten und die Fußball EM sowie die Olympischen Spiele mussten verschoben werden. In einigen anderen Sportarten wurde die Saison sogar beendet bzw. abgebrochen. Doch was ist jetzt? Wie wird das Sportjahr 2021 durch das Virus verändert und welche Veranstaltungen finden statt? Na, neugierig? Ja dann, weiterlesen!

Handball WM: Quarantäne und enttäuschende Deutsche

Das erste große Event des Jahres war die bereits beendete Handball-Weltmeisterschaft der Männer. Erstmals traten 32 Nationen vom 13. bis 31. Januar in Ägypten an. Die Jahre zuvor waren es nur 29 Nationen. Doch noch vor dem ersten Spiel zogen Tschechien, die USA, Nord-Mazedonien und die Schweiz ihre Teams wegen Corona-Ausbrüchen zurück. Ebenfalls vor Beginn des Turniers forderten 14 Mannschaftskapitäne in einem öffentlichem Brief an den IHF-Präsidenten keine Zuschauer zuzulassen. Und so kam es auch, obwohl eigentlich eine Hallenauslastung von 20% geplant war. Um einen Corona-Ausbruch zu verhindern, mussten die Spieler zuvor in Quarantäne. Den Titel konnte sich Dänemark holen. Deutschland hingegen hat es nicht einmal ins Viertelfinale geschafft und musste als Zwölftplatzierter wieder abreisen.

Fußball EM: Noch ist die Austragung alles andere als sicher

Eine der relevantesten Veranstaltungen ist die Fußball-Europameisterschaft, die 2021 in 12 Austragungsorten stattfinden soll. Darunter ist auch München, dort sollen drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale ausgetragen werden. Weitere Austragungsorte sind Baku, Rom, Glasgow, Sankt Petersburg, Dublin, Kopenhagen, Bilbao, Amsterdam, Budapest und Bukarest. Im Wembley-Stadion in London sollen drei Gruppenspiele, ein Achtelfinale, beide Halbfinals und das Finale steigen. Wegen der Corona-Pandemie ist die Austragung in mehreren Ländern allerdings umstritten. Bis zum 5. März 2021 will die UEFA entscheiden, wie die EM während der Corona-Pandemie ausgetragen werden soll. Deutschland muss in der Gruppe F gegen Ungarn, den Weltmeister Frankreich und den Titelverteidiger Portugal antreten. Wegen der Covid-19 Pandemie musste die EM von Sommer 2020 auf 2021 verschoben werden.

Olympische Spiele: Man wartet auf Signale des IOC

Auch die Olympischen Spiele hätten 2020 stattfinden sollen. Aber auch dort hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun sollen die Spiele vom 23. Juli 2021 bis zum 8. August 2021 in Tokio über die Bühne gehen. Zum ersten Mal wird die Disziplin Skateboarden ausgetragen, der olympische Ritterschlag für eine Sportart, die in der Vergangenheit gerne belächelt wurde. Deutschlands größte Olympia-Hoffnung in dieser Disziplin ist die erst zwölf Jährige Lilly Stoephasius, die 2019 erneut deutsche Skateboard-Meisterin wurde. Jedoch ist Japan uns in der Uhrzeit sieben Stunden voraus. Das bedeutet, dass, wenn es bei uns 12 Uhr ist, ist es in Tokyo bereits 19 Uhr. Dem zu nach werden wir zu sehr ungewöhnlichen Uhrzeiten Olympia sehen. Und das Sehen beschränkt sich auch wahrscheinlich nur auf den Fernseher, da wahrscheinlich keine Fans zugelassen werden.

Weitere Veranstaltungen im Sportjahr 2021:

  • 18.01. bis 31.01. Tennis, Australian Open in Melbourne
  • 29.01. bis 31.01. Rodel-WM in Königssee
  • 08.02. bis 21.02. Ski-Alpin-WM in Cortina d’Ampezzo/Italien
  • 10.02. bis 21.02. Biathlon-WM in Pokljuka/Slowenien
  • 23.02. bis 07.03. Ski-Nordisch-WM in Oberstdorf
  • 21.05. bis 06.06. Eishockey-WM der Männer in Lettland und Belarus
  • 26.06. bis 18.07. Tour de France
  • 28.06. bis 11.07. Tennis, Wimbledon
  • 24.08. – 06.09. Die Paralympischen Sommerspiele in Tokio
  • 30.08. bis 12.09. Tennis, US Open in New York
  • 17.10. bis 24.10. Ruder-WM in Shanghai

(Angaben ohne Gewähr!)

Profisport als Vorbild für die Politik?

Trotz Corona bietet das Jahr 2021 einige spannende Sportevents, auf die wir uns freuen können. Hoffen wir, dass diese auch stattfinden können. Zumindest die erste Großveranstaltung des Jahres, die Handball-WM in Ägypten, hat gezeigt, dass solche Sportevents trotz Pandemie funktionieren können. Da hilft es auch nichts, dass Kritiker im nachhinein von “Glück” reden, dass sich während der Veranstaltung nicht große Teile der Sportler infiziert haben. Es spricht für die Konzepte, die der Profisport schon seit fast einem Jahr erfolgreich ausarbeitet und die in großen Teilen funktionieren. Hier könnte gerade der Sport wieder eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft, für die Politik sein. Weniger pauschalisieren, mehr differenzieren. Nicht jeder Sport ist von der Pandemie gleich betroffen. Aber gerade im Handball, einer Sportart, die als Kontaktsportart als Pandemietreiber dargestellt wird, hat es auch geklappt.

(Florian Jungkurth)

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