Im Moment ist es in vielen Ländern in Europa richtig heiß. An manchen Orten steigen die Temperaturen sogar auf über 40 Grad. Viele denken bei Hitze zuerst an Freibad, Eisessen und Sommerferien. Aber extreme Hitze kann auch gefährlich sein.

Hitze trifft meist die Schwächsten einer Gesellschaft

Wenn es sehr heiß ist, fühlt man sich oft müde und schlapp. Besonders für ältere Menschen, kleine Kinder oder kranke Menschen kann Hitze ein großes Problem werden. Man kann Kopfschmerzen bekommen, Kreislaufprobleme haben oder sogar einen Hitzschlag bekommen. Deshalb ist es wichtig, genug Wasser zu trinken und sich nicht zu lange in der Sonne aufzuhalten. Viele der Menschen, die oben angeführt werden, können aber selber gar nicht wirklich einschätzen, wie viel Wasser sie getrunken haben, weil sie zu alt sind, vielleicht auch dement oder einfach als Kinder noch zu klein. Es sind die, die unsere Hilfe brauchen – gerade in Zeiten von extremer Hitze. Wie viele Menschen pro Jahr an extremer Hitze sterben, kann manchmal auch nur geschätzt werden. In extremen Sommern wie etwa 2003 sterben dann schon mal 10 000 Menschen. Generell hängt die Anzahl der Opfer aber immer mit der Hitze des jeweiligen Jahres zusammen.

Unsere Schulen sind auf Hitzewellen nicht vorbereitet

Auch in der Schule merkt man die Hitze. In manchen Klassenzimmern ist es kaum auszuhalten, weil es keine Klimaanlage gibt. Dann kann man sich schlechter konzentrieren und wird schneller müde. Ich finde, Schulen sollten bei extremer Hitze besser reagieren, zum Beispiel mit kürzerem Unterricht oder mehr Pausen. Während bei der Arbeit gilt: Ab 25 Grad im Büro kann man über Homeoffice oder eben „Urlaub“ nachdenken, ist diese Grenze meist der Ausgangspunkt für den Start in den Tag. Zur Erinnerung: Bereits um 10 Uhr früh zeigte vergangene Woche das Thermometer im Lehrerzimmer bereits 27 Grad und mehr an. In den oberen ostseitig ausgerichteten Klassenzimmern bereits 29 Grad (!). Hitzewellen werden in Zukunft kein einmaliges Phänomen bleiben. Gerade in Schulen wären flächendeckende Klimaanlagen wohl eine gute Investition.

Temperatur-Anzeige im Lehrerzimmer der Realschule im Blauen Land um 10.10 Uhr Foto: Bräu

Der Klimawandel mischt munter mit

Die Hitzewellen hängen höchstwahrscheinlich auch mit dem Klimawandel zusammen. Wenn die Erde immer wärmer wird, gibt es öfter extreme Wetterlagen. Das bedeutet, dass solche heißen Sommer in Zukunft vielleicht normaler werden. Das ist ein Problem für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Beitrag aus der ARD-Tagesschau, der die aktuellen Hitzewellen mit dem Klimawandel in Verbindung bringt Quelle: Youtube

Auch die Natur leidet unter der Hitze. Böden trocknen aus, Pflanzen gehen kaputt und die Gefahr von Waldbränden steigt. Man sieht also: Hitze betrifft nicht nur uns Menschen, sondern die ganze Umwelt.

Statistiken lügen nicht, Zahlen sprechen eine klare Sprache: In Europa wird es immer wärmer Grafik: DPA/Globus

Extreme Hitze sollte man ernster nehmen. Es ist nicht einfach nur „schönes Sommerwetter“. Wir müssen besser lernen, damit umzugehen. Städte könnten zum Beispiel mehr Bäume pflanzen, damit es mehr Schatten gibt. Außerdem sollte jeder darauf achten, Wasser zu sparen und sich vor der Sonne zu schützen. Klima-Anlagen alleine werden das Problem nicht lösen – im Gegenteil: Sie sind Teil des Problems, verschärfen den Klimawandel und damit auch die Gefahr auf lange Hitzewellen.

(Vinzenz Geigl)