Energydrinks sind aus der Schule kaum mehr wegzudenken. Wer früher Alkohol in Form von Alkopops als großes Problem von Jugendlichen sah, der wird jetzt sagen müssen: Der intensive Konsum von Energys ist längst keine Modeerscheinung mehr unter Kinder und Jugendlichen. Die bunten Dosen sind zum Alltag geworden – vor, nach und manchmal – verbotenerweise – auch während des Unterrichts bzw. Schulbesuchs. In ihrem Artikel hat unsere Redakteurin Sophia Scheffel jüngst ihre Generation und den Konsum von Energydrinks verteidigt und dabei klargemacht, dass Energys auch nur eine Erscheinung ihrer Zeit sind und damit auch eine Folge anderer Lebensumstände.

Mitte Januar, Klassenraum der 9a, Realschule im Blauen Land: Es wird ernst. Für vier RedakteurInnen steht der erste Energydrinktest in der Geschichte unserer Online-Schülerzeitung an. Mehr als 20 verschiedene Sorten stehen zur Auswahl. Getestet wurde in der Gruppe. Ein Energydrink, Plastikbecher, ein Schluck aber nur ein individuelles Urteil. In sechs Kategorien konnten die Tester ihre Bewertung von 1 = sehr schlecht bis 5 = sehr gut abgeben. Dabei wurde bewusst darauf verzichtet, den Koffeingehalt der Dosen zu bewerten. Die Testsieger sind am Ende auch die Drinks, die am meisten Punkte erhalten haben.

Probieren, bewerten, ankreuzen – Blogger beim großen Energydrink-Test Mitte Januar Foto: Bräu
Die Ergebnisse des großen Energydrink-Tests unserer Schülerzeitung Foto: Screenshot

Die Ergebnisse: Billigware überzeugt nicht, „Holy“ der große Gewinner

Die Ergebnisse des Tests sind dann in mancherlei Hinsicht interessant. Die Marktführer der vergangenen Jahrzehnte wie Red Bull, Rockstar oder auch Monster sie nach wie vor vorne mit ihren verschiedenen Versionen vertreten. Die drei Spitzenplätze belegen allerdings gar keine klassischen Energydrinks aus der Dose. „Holy“ ist ein Pulver, dass sich in Wasser auflösen lässt und die Marktführer angreifen will. Unseren Testern scheint dieses Prinzip zu gefallen. In fast allen Kategorien holen sie Bestnoten. „Holy Himbeere“ und „Holy Cherry“ dominieren im Durchschnitt sogar über alle hinweg. Besonders auffällig: In den Kategorien Süße und Mundgefühl sind sie allen anderen Energys klar überlegen. Auffällig auch: Eine Marke wie „Nocco“ macht zwar einen super ersten Eindruck (29,5 Punkte – ein Spitzenwert), kommt bei den Schülern allerdings in Sachen Verpackung gar nicht an. Auch im Geschmack scheint man hier nicht in der Gunst unserer Tester gewesen zu sein. Grundsätzlich lässt sich auch die Tendenz erkennen, dass eher teure Energys besser abschneiden als Billigware.