Wir werden geboren, gehen in den Kindergarten, dann in die Schule, machen unsere Ausbildung und arbeiten anschließend, bis wir in die Rente gehen und schließlich sterben. Ein Kreislauf, dem keiner entrinnen kann.
Ist es das wirklich wert?
Im Durchschnitt arbeiten wir ein Drittel unseres Lebens. Das sind etwa 38.4 Jahre, also etwa 90.000 Stunden. 90.000 Stunden, in denen wir nicht arbeiten, weil es uns Spaß macht, sondern weil wir überleben wollen. Wir arbeiten nicht, weil wir keine Zeit mit Familie und Freunden verbringen wollen, sondern weil wir Essen brauchen, weil wir ein Dach übern Kopf brauchen, weil wir Grundbedürfnisse haben, die wir sonst nicht erfüllen können. Wir arbeiten nicht, weil wir es wollen. wir arbeiten, weil wir es müssen.

Sind Leben und Arbeit kompatibel?
Das Traumleben. Ein Wunsch, den wir alle haben. Aber wie sieht das aus? Für die meisten ist das wahrscheinlich, eine Familie zu haben. Ein Ehepartner und Kinder. Natürlich will man für die auch Zeit haben. Man will aber auch Zeit für sich. Und dann würde man natürlich auch noch den Hobbies nachgehen. Genug Schlaf hätte man auch gerne. Und etwas Warmes zum essen. Aber dann klopft die Arbeit an die Tür, denn wie willst du sonst das Ganze bezahlen? Und dann wagt es ein arroganter alter Mann zu sagen: „Insgesamt ist die Arbeitszeit in unseren Land zu niedrig!“ – FRIEDRICH MERZ.
oder: „40 stunden in der Woche? Das ist noch nicht mal ein viertel der Wochenzeit. Wenn ich richtig rechne, hat die Woche 168 stunden. Also davon gerade mal ein viertel zu arbeiten und sich das dann so aufzuteilen, wie man gerne möchte, nicht maximal acht Stunden am Tag sondern 40 stunden in der Woche. Das muss doch Möglich sein.„– FRIEDRICH MERZ.
Also hab ich das mal ausgerechnet. Als Elternteil verbringt man zwischen 9,2 und 33,4 stunden pro Woche (Stand 2023) und für die Ehe sollte man sich, laut Beziehungsforschern, mindestens 31 Stunden in der Woche Zeit nehmen, damit sie funktioniert. Für Hobbies hat man in der Woche ca. 5 Stunden und beim Schlafen verbringt man zwischen 49 und 63 stunden. Mit Essen und Toilettengängen verbringt man etwa 11,5 bis 12 Stunden. Und mit anderer Hygiene wie Duschen verbringt man ca. 3 bis 3,5 stunden. Rechnet man das alles zusammen (ausgehend vom Mittelwert), kommt man auf ungefähr 128,8 stunden. Und dann soll man noch mindestens 40 stunden arbeiten. Heißt man kommt auf einen wert von 168,8 stunden. Das bedeutet, dass man, um 40 stunden in der Woche zu arbeiten, entweder die Woche um 0,8 stunden verlängern, oder die Dinge, die einen selbst wichtig sind, zurückstellt und vernachlässigt. Aber „WIR WERDEN ALLE MEHR ARBEITEN MÜSSEN!“ – Friedrich Merz.

Und wofür das alles?
Und wofür das alles? Für einen Mindestlohn, der oftmals nicht mal fürs leben reicht?! Für eine Rente, die nicht mal fürs Leben reicht?! Dafür dass man sich kaputt arbeitet und am Ende fast nichts bekommt?!
Natürlich, der Mensch braucht Arbeit. Der Mensch baucht eine Aufgabe. Etwas, dass einen einen Sinn gibt. Etwas, dass einen das Gefühl gibt, gebraucht zu werden. Dass man etwas Wichtiges macht und hilft. Aber dass man fast sein ganzes Leben arbeitet und vom Staat nichts zurückbekommt, ist keine Möglichkeit! Die Menschen arbeiten sich kaputt und am Ende können sie sich das Leben nicht mal leisten. Und dann wird einem gesagt, dass man nicht genug arbeitet. Da verliert man die Lust, überhaupt noch was zu tun. Denn: Warum sollte man arbeiten, wenn es nicht wertgeschätzt wird? Und warum sollte man arbeiten, wenn man am Ende nichts bekommt? Wenn es sich am Ende für einen nicht lohnt?
Lohnt es sich letzten Endes zu arbeiten?
In der momentanen Lage? Nicht wirklich.
Man zahlt monatlich 18,6% des Bruttogehalts in die Rente ein. Das sind bei einen Bruttogehalt von 2700€ ungefähr 502,2 €. Und da sind Miete, Nebenkosten, Steuern, Lebensmittel usw. nicht dabei. Man reist sich den Arsch auf, nur damit am Ende kaum etwas übrig ist. Und wenn es nach Friedrich Merz geht, soll man immer mehr arbeiten. Und 14 Krankheitstage sind ja „unverschämt“! So kann es nicht weiter gehen!
Ja, Arbeit ist für Menschen wichtig. Und ja, einige haben Spaß an ihren Job. Doch trotzdem arbeiten sich viele in Deutschland kaputt. Und im Ende gibt es fast nichts. Ganz ehrlich? Meiner Meinung nach ist es das nicht wert.
(das soll nicht heißen das man nicht mehr arbeiten soll oder das Arbeit nicht notwendig ist. Es soll nur ein kleiner Hinweis sein, das die Regierung was an den Arbeitsverhältnissen ändern muss.)
(Leeloo Fuchs)