Die Blaue Moschee und ihre Besonderheiten
Die blaue Moschee ist eine der größten Moscheen in der Türkei und gilt als die letzte der klassischen Bauweise. Bestimmt werdet ihr euch jetzt fragen, was das überhaupt ist, so eine Moschee. Das wusste ich bis vor 5 Wochen auch noch nicht, aber als ich im Urlaub war, habe ich ein bisschen nachgeforscht.

Der Aufbau der Moschee
Eine Moschee ist ein islamisches Gebetshaus und ein Ort für Gemeinschaft, so ähnlich wie die Kirchen hier bei uns in Deutschland, sie sind sehr offen gebaut. Es gibt eine besondere Wand (Qibla) mit einer kleinen Gebetsnische (Mihrab) und einen Hof (Sahn), in diesem werden rituelle Waschungen durchgeführt. Jedoch begeisterten mich meistens die riesigen Kuppeln und Minarette die inspiriert von antiken Vorbildern gemalt wurden. Meisten wurden die Farben Blau, Grün und Gelb hergenommen da diese das Himmelszelt und das Paradies darstellen sollten.

Der Gebetsruf
Meiner Meinung aber ist das Auffälligste an Moscheen der Gebetsruf (Adhan). Dieser wird 5-mal täglich durch Lautsprecher rundherum einer Moschee abgespielt. Dieser ruft die Gläubigen zum Gebet herbei, natürlich erfolgt dies auch auf arabischer Sprache. Nach diesem haben die gläubigen bis zum nächsten Ruf Zeit, um in eine Moschee zu gehen und zu beten.

Die Geschichte der Blauen Moschee
Jetzt gibst ein paar Informationen zur Geschichte der Blauen Moschee. Die Blaue Moschee wurde zwischen 1609 und 1616 von Sultan Ahmed I. erbaut, um die osmanische Pracht zu repräsentieren. Das Bauwerk ist ein Meisterwerk der osmanischen Architektur und bekannt für seine sechs Minarette, eine Seltenheit, die damals durch den Bau eines siebten Minaretts in Mekka ausgeglichen werden musste. Das Innere wird von hunderten blauen Iznik-Kacheln dominiert, was ihr den Namen „Blaue Moschee“ einbrachte. Der Bau der Moschee war ein bedeutendes symbolisches Unterfangen für Sultan Ahmet I. und markierte einen Höhepunkt der osmanischen Kultur und Kunst.
(Hanna Auberger)