Diese Sommerferien mit dem Wohnmobil an die Westküste Dänemarks. Von der Nachbarinsel Sylts namens Römö bis hoch zur nördlichsten Stelle des Landes, wo sich Nord- und Ostsee treffen. Früher ein Trip, ein Urlaub für Exoten, 2026 fahren immer mehr Deutsche und Mitteleuropäer in den hohen Norden. Auch meine Reise fängt im Süden Deutschlands an und endet am nördlichsten Punkt Dänemarks.
Die atemberaubende Natur
Die Westküste Dänemarks hat von steilen Klippen, endlosen Stränden, der tobenden Nordsee, rießigen Sanddühnen oder der friedlichen Ostsee viel schöne Natur. Das und noch vieles mehr hat Dänemark zu bieten.
Skagen/Grenen – Bildergalerie



Eines der auf jeden Fall beeindrucktesten Orte, die ich auf dieser Reise zu Augen bekommen habe, war der nördlichste Punkt Dänemarks, wo die Nordsee auf die Ostsee trifft. Ein wahrliches Naturschauspiel. Hier kann man auch oft kleine Robbenbabys beobachten, die am Strand von ihren Müttern geparkt werden, während die Mama jagt. Leider gehen aber viele Leute viel zu nah hin oder wollen sie gar streicheln auch füttern. Dann gehen die Robben ins Wasser und finden schlimmstenfalls ihre Mutter nicht mehr und sterben.
Rabjerg Mile, die größte Sanddüne Dänemarks

Die größte Sanddüne Dänemarks „Rabjerg Mile“ ist beeindruckende 2 Quadratkilometer groß und 40m hoch. Das besondere ist auch, dass sie sich jährlich rund 15m Richtung Nordosten bewegt. So wird sie in der Zukunft auch Straßen verdecken. Man kann die Düne frei betreten und erkunden. Hier kann man oft den Eindruck bekommen, sich in einer großen Wüste zu befinden. Ein absolutes Must-see an der Westküste Dänemarks.
Das dänische Hawaii

Der Ort Klitmoeller hat bei vielen den Spitznamen „Cold Hawaii“ (auf deutsch: kaltes Hawaii). Warum? Hier kann man eigentlich immer, wenn die Wellen mitspielen, Surfer beobachten. Hier herrschen ähnliche Wind- und Wellenbedingungen wie auf Haweii selbst. Bloß das Meer ist natürlich kälter. Dadurch hat es seinen Namen. Leider hat es bei uns geregnet.
Die Sympathie der Dänen
Besonders aufgefallen ist mir auch die Freundlichkeit der Dänen. An der Kasse oder auf der Straße herrscht nie Hektik. Außerdem begrüßt man sich immer mit einem kurzen „Hej“ ( ausgesprochen wie Hi). Viele konnten auch Deutsch sprechen. Das liegt daran, dass man meist ab der 6. Klasse Deutsch als Zweitsprache lernt. Trotzdem: Dänen immer zuerst auf Englisch ansprechen!
Magischster Moment: Sonnenaufgang an der Ostsee

Ein auf jeden Fall sehr magischer Moment war der Sonnenaufgang an der Ostsee. Hierzu mussten wir um 6:00 Uhr aufstehen. Wirklich traumhaft zu sehen, wie ganz langsam die Sonne aufsteigt und immer das Rauschen des Meeres im Ohr zu haben. Dafür hat sich auf jeden Fall das frühe Aufstehen gelohnt.
Ein Museum, das Spaß macht

Wenn man vielleicht erstmal das Wort „Museum“ hört, denkt man gleich oft an nen langweiligen Tag mit viel zu lesen oder langweiligen Bilder. Nicht so beim Nordsøen Oceanarium, bei dem es sich alles um die Nordsee und deren Bewohner dreht. Von vielen Aquarien, in denen man winzige Tiere bestaunen kann, Spiele, kleine Filmchen, einer Robben-Fütterung und natürlich das Highlight dieses Museums, das gigantische Aquarium (Bild oben), gibt es vieles zu sehen und zu bestaunen.
Dänemark-Impressionen
Weil ich nicht alles erzählen kann und das den Rahmen dieses Blogeintrags sprengen würde, hier noch eine Bildergalerie aus dem Norden Dänemarks.












Was die Deutschen von den Dänen lernen können
Das beste Sprichwort, wie ich finde, lautet : „Glaube nicht, dass du etwas Besseres bist als wir.“ In Dänemark wird Protz oder Statussymbole extrem ungerne gesehen. Jeder ist gleich viel wert, egal welches Alter, Geschlecht, Beruf oder Nationalität.
In Deutschland definieren sich viele Menschen stark über ihren Beruf und Überstunden gelten oft noch als Fleißbiene. In Dänemark ist das anders: Wer nach 17:00 Uhr noch im Büro sitzt, gilt eher als ineffizient oder schlecht organisiert. Die Familie und die Freizeit haben denselben Stellenwert wie die Karriere.
Wenn etwas schiefgeht, das man ohnehin nicht mehr ändern kann, sagen Dänen oft einfach „Pyt“ (gesprochen: püt). Das Wort wurde in Dänemark sogar zum beliebtesten Wort des Jahres gewählt. Es bedeutet so viel wie: „Egal, mach dir keinen Kopf, das Leben geht weiter.“
(Elena Schäfer)