Sommer, Sonne, Hitze. Jeder will an den Badesee oder ins Schwimmbad. Für Murnauer Schüler ist der Weg zu Letzterem zumindest schwierig. Es gibt dort kein Schwimmbad. Der Förderverein Murnau hat deshalb im Jahre 2016 über 4000 Unterschriften für ein Hallenbad in Murnau gesammelt. Ein Grund dafür ist, dass in den bayrischen Lehrplan das Fach Schwimmen vorgeschieben ist. Es ist in Murnau noch kein Hallenbad vorhanden, es gibt nur einen See, in dem kein Schwimmunterricht stattfinden darf. Zahlen, die vom Ministerium bestätigt wurden, sind positiv für ein Hallenbad in Murnau. Über 2258 Schüler aus 5 Schulen aus 91 Sportklassen werden das Schwimmbad benutzen. Es könnten dann 110 Klassen in einer Doppelhalle Schwimmunterricht haben. Herr Bierling meint, “realistisch sind 5 bis 6 Millionen Euro”. Der Staat fördert das Schwimmbad dann mit 2,1 Millionen Euro. Die Lage das Schwimmbads wäre sinnvollerweise in der Nähe der Schulen. sinnvoll (Quelle: merkur.de). Vor vier Jahren dann wurde das Projekt Schwimmbad in Murnau vom Gemeinderat zu Grabe getragen. Zu hoch die Kosten und damit die Schulden, die die Gemeinde in den kommenden Jahrzehnten belasten würden. (Quelle: https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/murnau-ort29105/emotionale-debatte-im-gemeinderat-aus-fuer-murnauer-hallenbad-plaene-9561762.html). So ganz haben wir Schüler, Kinder, die ganze junge Generation aber noch nicht aufgegeben. Ja, die Kosten sind wirklich nicht zu unterschätzen. Legt man aber die Argumente für ein Schwimmbad direkt daneben, dann erscheinen sie fast schon moderat. Ein Kommentar einer ehemaligen Schülerin der Realschule im Blauen Land, Sophie Linbrunner.

In den letzten Wochen, Monaten und Jahren wurde oft darauf hingewiesen, dass die KJV ein Schwimmbad in Murnau bauen will, um die Rate der Kinder zu senken, die nicht schwimmen können. Ich bin selbst eine ehemalige Schülerin der Realschule Murnau und finde den Gedanken, bald Schwimmunterrricht zu haben, sehr ansprechend. Im Folgenden unterstütze ich diese Behauptungen mit Hilfe von drei Argumenten.

Ein erstes Argument ist, dass die Rate der Kinder, die nicht schwimmen können, wegen dem Bau eines Schwimmbads zurückgeht. Oft haben die Eltern keine Zeit oder keine Lust, den Kindern das Schwimmen beizubringen oder die besagten Eltern geben das Geld für den Schwimmunterricht für etwas Anderes aus. Das Schwimmbecken würde die Rate der Kinder ohne Schwimmerfahrung unter 18-Jahren stark lindern, da zirka 99% der Betroffenen eine Schule besuchen. Eine Bekannte von mir hat ihren kleinen 7-jährigen Bruder verloren, weil dieser ohne Beaufsichtigung in ihren Pool gesprungen war und innerhalb kürzester Zeit ertrank.

Doch auch die Leute, die schon schwimmen können, profitieren von dem Schwimmbecken, denn diese werden sportlicher und fitter dank des Schwimmens. Besonders bei alten Leuten ist häufig das Problem zu erkennen, dass sie sich zu wenig bewegen und keine Lust oder keine Kraft haben, ins nächstliegende Schwimmbad zu fahren und dort einen Kurs zu besuchen. Beide Probleme werden durch das Becken behoben, da das Becken in Murnau gebaut wird, haben die Senioren keinen weiten Weg zu gehen oder zu fahren. Außerdem wird es in diesem Becken auf jeden Fall ein Schwimm- oder Gymnastikangebot geben. Meine Großmutter nimmt bei so einem Kurs in ihrem Dorf teil und ist sehr gut in Form für ihr Alter.

Ein letztes Argument spricht für den abwechslungsreichen Schulalltag. Oft werden in der Halle immer wieder die gleichen Sachen gespielt und erklärt. Das langweilt manche Schüler so sehr, dass sie vortäuschen, Bauchweh oder andere Krankheiten zu haben, nur, dass sie vom Sportunterricht befreit werden. Bewegung, eines der wichtigsten “Unterrichtsfächer” auf dem Stundenplan wird zur Nebensache. Dies ändert sich natürlich, wenn man Schwimmunterricht hat. Beim Schwimmen gibt es so gut wie keine Grenzen für den Unterricht und damit für die Kreativität der Schülerinnen und Schüler. Auch werden die Unterrichtszeiten an solchen Tagen, an dem die Schüler Schwimmen hatten, leiser, da sich jeder sehr anstrengt, weil es viel Spaß macht, im Wasser zu sein. Dies wirkt sich natürlich auch positiv auf den Unterricht aus, denn die Schüler haben keine Kraft mehr, um auf sich aufmerksam zu machen. Seitdem mein kleiner Bruder den Schwimmunterricht der Schule besucht, schreibt er bessere Noten und kann sich mehr konzentrieren.

(Sophie Linbrunner, David Köhler und Lucas Schelle)

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