von Vivian Groß

“Seite 32 im Buch Aufgabe 3!” Natürlich hört jeder diesen Satz ungern, doch hast du dich nicht auch schon gefragt, ob Hausaufgaben überhaupt etwas bringen? Wir im von blogimblauenland.de gehen dem Mythos auf den Grund!

Fakt ist, dass Hausaufgaben nervig sind und daran kann man auch nichts aussetzen. Leider gibt es zu wenige Studien und Forschungen auf diesem Gebiet. Doch klar ist, dass Hausaufgaben die Leistung des Schülers beinflussen…und das nicht immer positiv. In Norwegen beispielsweise ist der Durchschnitt der Schüler sehr gut, daraufhin hat man die Schüler befragt. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass Hausaufgaben in Norwegen fast gar nicht aufgegeben werden und dass man den Schülern Stress von den Schultern nimmt und vor allem die negative Einstellung gegenüber Schule mindert. Interessant, oder? Tja, das schafft uns Hausaufgaben leider nicht vom Hals, doch, um das zu verstehen, muss man ihnen erst auf den Grund gehen.

Hausaufgaben sind dafür da, den Stoff der letzen Stunde zu wiederholen. Doch oft findet man keine Zeit oder Motivation zwischen Zocken, Sport, Freunde und Schlafen. Also macht man sie nicht. Wird ja schon gut gehen, oder?

Und dann kommt die nächste Schulstunde, die Lehrkraft: “Und wer hat alles die Hausaufgabe nicht gemacht?” Manche Schüler sagen, sie haben es nicht “verstanden”, übersetzt ins Deutsche heißt das so viel wie, “ich war zu faul sie richtig zu machen”. Jetzt kommst du dran “Und du Tim?”, fragt die Lehrerin mit kühlem Blick. Schweiß rollt dir über die Stirn. Was jetzt? “Ja!” Du willst ja keinen Stress. Verdammt! Schon fast eingepennt bei der Korrektur und dann: “Was kommt denn bei der 3a für ein Ergebnis heraus, Tim?” Auch das noch… “Ähm, die hab ich nicht.” Natürlich kommt die Lehrerin zu dir und schaut deine leere Seite an. “Sieht so aus, als hättest du gelogen, das gibt dann zwei Striche!” Deine Klasse schaut dich mit eher lachenden als mitleidenden Blicken an. Man wie peinlich! Diesen Moment kennt jeder.

Doch auf einer Skala, die die Dinge auflistet, die dich in der Schule voranbringen, sind Hausaufgaben wohl eher Mittelfeld. Oft scheitert es an ganz anderen Faktoren. Viele Hausaufgaben werden während des Gongs in noch im Klassenzimmer geschrieben. Hausaufgaben sollten nicht zu viel, nicht jeden Tag, und vor allem nicht zu überfordernd für die Schüler sein. Am wichtigsten ist ja auch der Spaß. Und den sollte man so oder so haben. Am Ende sind Hausaufgaben ein unbestimmstes Ungetüm – mysteriös, kaum erforscht und langweilig. Und das bleiben sie auch noch eine Weile.

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